Am Freitag, dem 27.11., haben wir im Donau Einkaufszentrum, zusammen mit C4F Regensburg, gegen den Konjunktur- und Handelsfeiertag “Black Friday” protestiert und über die Illusionen und negativen Folgen dieser von den USA mittlerweile auch zu uns übergeschwappten Verkaufspraxis informiert.
In etwa 40% der Fälle zahlen die Kunden trotz hoher Rabattzahlen bei ihren vermeintlichen Schnäppchen gegenüber der Konkurrenz nämlich drauf. Immer öfter werden irreführende Taktiken angewendet um größere Preisreduzierungen vorzutäuschen, so z.B. durch die vergleichende Angabe des bewusst höher angesetzten vom Hersteller zur Markteinführung empfohlenen Preises, kurz UVP. Auchn werden an manchen Stellen Produkte mit funktionellen Limitierungen oder minderer Qualität als Sonderanfertigungen für den Black Friday vermarktet, um zusätzlich Profit schlagen zu können.
Mit Taktiken wie diesen werden nicht nur Verbraucher in die Irre geführt und dazu motiviert Anschaffungen zu tätigen, die sie sonst nicht machen würden, der gesteigerte Konsum wirkt sich dadurch auch unnötig zuspitzend auf den sowieso schon nicht nachhaltigen Ressourcenverbrauch aus. Die Folge solchen Kapitalinteresses ist sowohl eine Reproduktion von menschenunwürdigen Praktiken in der Herstellung dieser Artikel, als auch die nicht minder unethischen Methoden zur Entsorgung des dabei entstehenden Mülls, welcher viel zu oft ohne Rücksicht auf Umwelt und Mensch in Entwicklungsländer mit aufgrund kolonialer Strukturen weit schlechter darauf vorbereiteter Infrastruktur verschifft wird. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass gerade diese Regionen unverhältnismäßig stark vom Klimawandel betroffen sind und weiterhin sein werden,
Diese Verschränkung von Klimakrise, neokolonialen Wirtschaftsstrukturen und den destruktiven Konsumgewohnheiten unserer Gesellschaft zieht uns in die Verantwortung, unsere derzeitige Art der Wertschöpfung infrage zu stellen und ganz nach dem Slogan unseres Hashtags #SystemChangeNotClimateChange eine klimagerechtere Alternative zu entwickeln.